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Stomaversorgung

Allgemein versteht man unter Stoma eine chirurgisch hergestellte Öffnung eines Hohlorganes zur Körperoberfläche. Wir sprechen hier allerdings ausschließlich über Enterostoma, d. h. die Ausleitung des Darmes durch die Haut, und von Urostoma, der Ausleitung von Urin durch die Haut.

Grunderkrankungen solcher Anlagen können sein:
  • Krebserkrankungen (Darmkrebs, Blasenkrebs u. ä.)
  • entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulitis)
  • Fehlbildungen, Unfall, u. ä.
Enterostoma Urostoma
Je nach betroffenem Darmabschnitt sprechen die Mediziner von verschiedenen Anlageformen. Dies sind:

  • Colostoma (endgültig/temporär)
  • Ileostoma (endgültig/temporär)
Die Anlage eines Urostomas wird notwendig, wenn das harnableitende System nicht mehr in der Lage ist, den Urin nach außen abzugeben. Es gibt verschiedene Anlageformen. Dies sind:

  • Conduit
  • Harnleiter-Hautableitung
  • kontinente Urostomie (Neoblase)

Ziel der Versorgung sollte sein, dass die Betroffenen/Angehörige die Stomaversorgung selbstständig und sicher durchführen können. Dazu werden durch unsere erfahrenen Pflegefachkräfte/Pflegeexperten die entsprechenden Hilfsmittel gemeinsam mit den Beteiligten besprochen.

Um eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung zu gewährleisten ist es uns möglich Produkte aller Hersteller einzusetzen. Hier unterscheidet man:

  • einteilige Versorgungen
    Hautschutz und Beutel sind fest miteinander verbunden
  • zweiteilige Versorgungen
    bestehend aus einer Basisplatte sowie dem dafür vorgesehenen Beutel. Die Basisplatte verfügt über einen Rastring oder eine Haftzone, worauf der Beutel sicher befestigt wird.
  • Hautschutz/Zubehörz. B.
    • Hautschutzpaste
    • Hautschutzringe
    • Hautschutzcreme
    • Abwurfbeutel

Unsere erfahrenen Pflegefachkräfte/Pflegeexperten unterstützen Sie

  • bei der prä- und postoperativen Versorgung
  • bei der Festlegung kurz- und langfristiger Ziele der Stomaversorgung
  • bei der Auswahl der geeigneten Produkte und Hilfsmittel
  • bei den Genehmigungs- und Abrechnungsformalitäten mit der Krankenkasse
  • bei der Durchführung der optimalen Versorgung
  • bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung der Versorgung
  • bei der Dokumentation des Therapieverlauf